Von PE bis CT

In Port Elizabeth angekommen, habe ich im Hostel die beiden Engländer aus Durban, Lou und Cane, wiedergetroffen und da es einen Fehler bei unserer Schlafsaalbuchung gab, haben wir zum gleichen Preis einen „private room“ bekommen und konnten bis spät quatschen ohne andere Leute zu stören… Eine Wonne!

Am nächsten Tag haben wir die Stadt erkundet, da es Sonntag war, war alles außer der Kirche geschlossen. Und es waren auch so gut wie gar keine Menschen unterwegs, irgendwie gruselig. Die ganze Stadt schien wie ausgestorben. Trotzdem lässt es sich hier sicher gut leben, es gibt neben dem großen Hafen wunderschöne Strände und da es auch hier extrem windig ist, kann man viele Surfer beobachten.

 

Ich bin an den folgenden Tagen immer an der Küste entlang Richtung Kapstadt gefahren und habe einfach angehalten, wenn es mir irgendwo gefallen hat. Also fast überall. Manchmal habe ich einfach stundenlang dagesessen und die Wellen beobachtet. Die Strände und die Wellen sind so wunderschön, deshalb habe ich viele Strandspaziergänge unternommen, Muscheln gesammelt und nach Walen Ausschau gehalten, denn oft kann man die von der Küste aus sehen. Ich hatte leider bisher kein Glück…

Insgesamt hat mich diese Strecke etwas an der Highway Number One in Kalifornien erinnert…

In Hout Bay, das etwas außerhalb von Kapstadt liegt, aber offiziell dazu gehört, war der Wind so starkt, dass die Straßen alle komplett voller Sand sind und sogar durch die geschlossenen Türen und Fenster Sand in die Häuser kommt. Den werde ich wohl nie wieder los…

Am nächsten Tag war ich endlich in Kapstadt. Und sofort begeistert. Die Stadt ist riesig, aber man hat Natur in Form vom Meer und Bergen direkt in der unmittelbaren Umgebung. Die Long Street ist eine der größten Straßen, hier steppt wirklich der Bär. Und mittendrin ist das Long Street Backpackers, wo ich eine Nacht geschlafen habe und jede Menge verrückte Leute kennengelernt habe. Da freut man sich gleich auf den nächsten Trip in die Stadt.

Am 18.11. bin ich dann in Stellenbosch angekommen. Hier ist es sehr friedlich, mitten in den Weinbergen und überall gibt es kleine Cafés und Restaurants. Ich habe hier eine Nacht im Hostel verbracht, da ich meine Studentenunterkunft am Tygerberg Hospital erst einen Tag später beziehen durfte.

Am nächsten Tag dort angekommen, habe ich sofort ein paar andere herumirrende Studenten gefunden und mich ihnen angeschlossen. Die Studentenunterkunft befindet sich auf dem Campus des Tygerberg Hospitals, auf halbem Weg zwischen Kapstadt und Stellenbosch. Hier gibt es das riesige Klinikgebäude, die Zahnklinik, die Lehrgebäude, Studentenunterkünfte, zwei Mensen, eine kleines Fitnessstudio und sogar ein Schwimmbecken. Dieses Wochenende kommen ca. 20-30 neue „International Students“ an. Wir haben ziemlich schnell festgestellt, dass 95% davon Deutsche sind. In der Unterkunft hier ist es wie in einem Studentenwohnheim, es gibt die Untereinheiten A-K mit jeweils 6 Zimmern, Doppel- und Einzelzimmern. Ich bin in der G-WG in einem Doppelzimmer mit einer anderen Berlinerin, die ich vorher aber nicht kannte… Außer uns beiden sind noch zwei andere neue in der WG und drei, die schon ein paar Wochen da sind. Wir sind also sechs Deutsche und eine Holländerin. Wir haben uns direkt alle sehr gut verstanden und haben ein schönes Wochenende zusammen verbracht, waren am Strand und einkaufen. Es war echt toll, mal meine ganzen Sachen in einen Schrank packen zu können und nicht mehr aus dem Rucksack leben zu müssen, einen Kühlschrank zu haben, in den man Essen packen kann usw. Luxus pur! Das einzige, was echt nicht so toll ist: Das Gelände ist echt abgesperrt von allem anderen, man kommt hier kaum rein und raus. Und alle erzählen einem auch, dass man bloß nicht zu Fuß das Gelände verlassen soll und schon gar nicht alleine. Die Gegend um das Krankenhaus ist halt nicht die allerbeste und sicherste. Zum Einkaufen und überall sonst hin ist es auch zu weit, man kommt ohne eigenes Auto oder Uber/Taxi nirgendwo hin, deshalb versuchen wir uns jetzt in kleinen Gruppen zusammenzufinden und gemeinsam Autos zu mieten, wie uns die anderen empfohlen haben…

Morgen ist nun der erste Tag des PJs, eher ein Einführungstag, anscheinend ohne richtiges Arbeiten, und ich bin langsam echt aufgeregt!!! Mal sehen, was in den nächsten Wochen und Monaten auf mich zukommt!

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