Moshi

In Moshi angekommen habe ich mich ununterbrochen suchend umgesehen, doch der Kilimanjaro war hinter einer Wolkendecke verborgen. Ich habe dort im Rafiki Backpackers übernachtet, ein sehr empfehlenswertes und günstiges Hostel, von dem aus man auch Safaris und andere Touren organisieren kann. Natürlich war standardmäßig der Großteil der Leute in meinem Dorm aus Deutschland… Wir sind wirklich überall!!!! In den nächsten Tagen habe ich mir die Stadt und den Markt angesehen, erneut versucht einen Blick auf den Berg zu erhaschen, erneut leider ohne Erfolg… Es war einfach immer zu wolkig und regnerisch. Außerdem habe ich mein neues Lieblingsgetränk gefunden: Avocado-Bananen-Saft. Ein Traum! Im Rafiki’s habe ich Aland aus Schweden und Axel aus Köln kennengelernt und mit ihnen einen Tagesausflug unternommen.  Die Matatus heißen in Tansania Dala Dala und funktionieren auch nach dem Prinzip „Es wird losgefahren wenns voll ist“. Und voll hieß wie immer, wenn 24 Personen auf 14 Plätzen sitzen/stehen/liegen. Erst ging es zu einer Kaffeefarm. Dort wurden uns die vielen aufwendigen Schritte zur Kaffeeherstellung gezeigt, wir haben fleißig mitgepflückt, -gewaschen, -sortiert, -geröstet und –gemahlen bis wir schließlich das Endprodukt testen konnten. Selbst für mich als Anti-Kaffee-Mensch war es ganz schmackhaft :). Danach ging  es weiter zu den Materuni Wasserfällen, die aus dem Gletscherwasser vom Kilimanjaro gespeist werden. Natürlich konnte ich mir eine kleine Badeeinheit im Eiswasser nicht entgehen lassen, sehr erfrischend! Auf dem Rückweg haben wir mitten im Nirgendwo eine Spezialität der Region probiert: Mbege, Bananenbier. Schmeckt ekelhaft. Weder nach Banane, noch nach Bier.

Die darauf folgenden sechs Tage habe ich etwas ganz Besonderes unternommen, das verdient einen extra Blogeintrag!!!

An meinem letzten Tag in Moshi gings nach Chemka zu den heißen Quellen. Nach einer wie so oft viel zu langen Fahrt für eine vergleichsweise kurze Strecke auf einer äußerst unbefestigten „Straße“ befanden wir uns auf einmal mitten in einer kleinen Oase in der Wüste: Kristallklares Wasser zwischen Palmen. Wir haben einen halben Tag dort badend verbracht und die Abkühlung genossen (außer direkt an der Quelle waren die Hotsprings nicht wirklich hot…) und auf dem Rückweg endlich mal einen Blick auf den Kili-Gipfel von der Stadt aus werfen können. Faszinierend.

Insgesamt ist Moshi zu einer meiner Lieblingsstädte in Afrika geworden, der Abschied fiel mir richtig schwer… In Moshi ist es vergleichsweise ruhig und sauber, man wird nicht zu sehr angestarrt und bedrängt, es ist günstig, es gibt jede Menge leckeres afrikanisches und indisches Essen und in der Umgebung kann man viele tolle Sachen unternehmen. Ich kann es jedem nur empfehlen!

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