Distant Relatives

Meine letzten Tage in Kenia habe ich in Kilifi in der Distant Relatives Eco Lodge verbracht. Das ist echt ein friedlicher und entspannter Ort, wo man auch längere Zeit verbringen kann und den ich jedem nur empfehlen kann! Es gibt einen eigenen Gemüsegarten, einen Hühnerstall, Öko-Klos, einen Pool, einen nahen Strand und mein Favorit: Duschen mitten in einem kleinen Bambuswald! An meinem zweiten Abend dort habe ich mit drei anderen an einem Pub-Quiz teilgenommen, zu dem jede Menge Leute aus der Umgebung kamen. Wir haben sogar ein paar Preise abgeräumt, unter anderem eine Runde Tequila und ein Glas selbstgemachtes Chili. Schmeckt zusammen nicht so gut.

Am nächsten Tag bin ich mit meiner Quizgruppe zu nahegelegenen Ruinen gefahren, wo es auch jede Menge riesige alte Affenbrotbäume gab. Diese Bäume sind den Einheimischen echt heilig. Aus der Rinde werden einige Heilmittel gewonnen und aus den Früchten Süßigkeiten für Kinder hergestellt.

Nach einem kurzen Strandbesuch ging es zurück ins Distant Relatives, wo gerade ein Music Slam stattfand. Ich habe einige tolle Leute dort kennengelernt. Ein Mädchen ist von Kairo nach Kapstadt getrampt, eine Mitarbeiterin ist mit dem Fahrrad von Kapstadt nach Kenia gefahren, echt bewundernswert… Abends, als es richtig dunkel war, bin ich mit ein paar Leuten zum nahegelegenen Strand. Dort kann man im Stockdunkeln etwas Faszinierendes beobachten: lumineszierende Algen. Man geht ein paar Stunden nach Sonnenuntergang ins Wasser, von der Bewegung fangen die kleinen Algen an zu leuchten, das ist eine Art Schutzmechanismus der Pflanzen. Wir sind zu einem nahegelegenen Schiff geschwommen, man sieht nichts außer den Sternen und dem Mond,  und haben uns total begeistert selbst beim Schwimmen beobachtet, da das Wasser um einen herum richtig leuchtet und funkelt. Dann sind wir auf das Schiff geklettert und von oben zurück ins Wasser gesprungen, je mehr Bewegung im Wasser, desto mehr Leuchten. Es war echt beeindruckend!

Am nächsten Tag wollte ich mich endlich auf den Weg machen und habe zum ersten Mal meinen Rucksack komplett ausgeräumt. Dort hatte sich ein 20-30 cm langer fetter Tausendfüßler eingenistet, unschön, vor allem weil ich total in Gedanken ohne Hinzusehen eine ganze Weile daran rumgefummelt habe bevor ich bemerkt habe, dass es sich bewegt…. Ich habe eine Nacht in Mombasa verbracht und am nächsten Morgen den Bus nach Moshi genommen. Die Fahrt führte über die sandigsten Sandpisten und den Grenzübergang von Kenia nach Tansania, wo ich als einzige Nicht-Ostafrikanerin dreimal so lange wie alle anderen überprüft wurde und zu jeder Socke in meinem Gepäck ein Statement abgeben musste. Kurz darauf wurde auf einmal über die Hälfte der Leute aus dem Bus herausgeholt und in einen kleineren umquartiert, ich wusste wie immer nicht, was los ist, bis mir dann erklärt wurde, dass wir kurz danach eine Brücke überqueren würden, die unter einem vollen Bus einstürzt. Unter einem halbvollen nicht. Hakuna Matata, alles gut gegangen.

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