Karibu Kenya

Jambo meine fernen Freunde! Das ist Swahili und heißt „Hallo“. Kaum bin ich aus dem Flugzeug gestiegen, höre ich es von allen Seiten. Außerdem „Karibu Kenya“ (=Willkommen in Kenia).

Ich bin vor genau einer Woche hier in Nairobi angekommen, habe schon viele spannende Sachen erlebt und versuche das Ganze nun für euch zusammenzufassen.

Mein erster Gedanke als ich aus dem Flugzeug kam war: „Man, ist das ist hier ja kälter als in Deutschland!“ Durch die Hitzewelle in Deutschland letzte Woche kam mir das Klima hier echt kalt vor… Das liegt daran, dass Nairobi ca. 1700 m über dem Meeresspiegel liegt. Nachts kühlt es sich auf ca 10°C ab, was eigentlich recht angenehm ist, da es nachmittags echt unerträglich heiß ist in der Hitze…

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Das beliebteste kenianische Bier „Tusker“, durchaus schmackhaft!!!

 

Gewohnt habe ich etwas außerhalb der Stadt im Milimani Backpackers. Am ersten Tag habe ich mir erst einmal ein Mittagsschläfchen gegönnt nach der langen Reise und abends dann mit den anderen Leuten aus dem Hostel zusammengesessen. Dabei habe ich echt tolle Leute kennengelernt, mit denen ich die Zeit hier bisher verbracht habe. Außerdem habe ich bereits am ersten Abend ein paar Elefanten gesehen 😀

 

Am nächsten Tag bin ich mit zwei Mädels aus dem Hostel früh aufgestanden und in Richtung Longonot losgefahren. Das ist ein Vulkan mitten im Großen Afrikanischen Grabenbruch (Rift Valley).

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Rift Valley

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Wir haben bis zum frühen Nachmittag den Vulkan erklommen und unterwegs noch zwei Kollegen meiner Weggefährtinnen getroffen.

Nachmittags sind wir zum Lake Naivasha und haben eine kleine Bootstour gemacht.

Am Sonntag bin ich mit einer etwas größeren Gruppe aus dem Hostel aufgebrochen. Juan (aus Spanien) war unser Reiseleiter, er hat einen 4-tägigen Trip in den Masai Mara Nationalpark geplant. Der liegt im Südwesten Kenias, ca 200 km von Nairobi entfernt und ist Ziel der größten Wildtierwanderung der Erde, der sogenannten „Great Migration“, bei der jedes Jahr Millionen von Gnus, Zebras und Antilopen von der Serengeti (Tansania) in die Masai Mara ziehen, da es dort zeitweise bessere Weidegründe gibt.

Zu unserer Gruppe gehörten außerdem eine Australierin, eine Amerikanerin und meine 8 Lieblingskoreaner. Sonia und ihr Mann Minho sind koreanische Lehrer und seit Februar mit 6 von ihren Schülern im Rahmen eines Schulprogramms auf einer Weltreise unterwegs.

Wir sind von Nairobi nach Narok und dort in einen Bus umgestiegen… Der Beginn eines typisch afrikanischen Abenteuers…

Nach einigen Diskussionen um den Fahrpreis und die Fahrtüchtigkeit des Busses ging es los. Kaum waren wir aus der Stadt raus, begann die „African Massage“. So nennen die Kenianer es, wenn sie mit 50-100 km/h über Sand-Stein-Pisten brettern und man alle paar Sekunden mit dem Kopf an die Decke stößt. Doch es war kein langes Vergnügen, denn es kam so wie es kommen musste…

Nach 2 Stunden ging es dann weiter, allerdings nur noch sehr langsam. Im Endeffekt haben wir für die ca. 200 km von Nairobi zu unserem Camp 13,5 Stunden gebraucht.

Die nächsten zwei Tage waren wir fast die ganze Zeit im Nationalpark unterwegs, es war echt unglaublich. Die Nationalparks sind recht teuer hier, wir haben versucht am Eingang einen Gruppenrabatt zu bekommen, doch weder die Behauptung, dass wir weiße Massaikrieger sind noch dass Sonia die Vizepräsidentin von Südkorea sei, konnten den Parkwächter überzeugen… Allerdings hat es sich wirklich gelohnt!

Tag 1:

Tag 2:

Am Mittwoch bin ich mit den Koreanern zurück nach Nairobi gefahren.Statt 13,5 hat es diesmal nur 4 Stunden gedauert… Unterwegs kamen wir mehrmals in Polizeikontrollen, der Fahrer hat mir erklärt, dass die Polizisten fast alle korrupt sind und nach Lust und Laune Autos anhalten und Gebühren kassieren, die sie sich dann in die eigene Tasche stecken…

Wir sind den ganzen Nachmittag in Nairobi unterwegs gewesen und haben eines der größten Slums besichtigt. Darüber werde ich noch einen extra Blogeintrag schreiben.

Nairobi hat genauso viele Einwohner wie Berlin, aber es ist einfach unglaublich voll überall. Der Unterschied zwischen Arm und Reich ist überall zu sehen, es gibt sehr moderne und reiche Gegenden und dann ein paar hundert Meter weiter Slums und überall Menschen, die auf der Straße leben. Trotzdem fand ich die Stadt einigermaßen modern im Vergleich zu anderen akrikanischen Großstädten, die ich schon gesehen habe. Es wird überall gebaut (fast so viel, wie in Berlin…), es gibt fast überall Internet und jeder hat ein Smartphone.

Auch wenn ich mir vorgenommen habe, nicht nachts alleine in der Stadt unterwegs zu sein, da es doch andauernd zu Überfällen kommt und man die ganze Zeit aufpassen muss, dass einem nichts gklaut wird, bin ich aufgrund der unzähligen Staus dann doch länger unterwegs gewesen als ich wollte. Mir ist aber nichts passiert, im Gegenteil, es waren immer sehr viele freundliche Leute zur Stelle, die mir geholfen haben, das nächste Matatu zurück zum Hostel zu finden. Natürlich wird man als Muzungu (Weißer) andauernd von allen Seiten angestarrt und angequatscht und alle wollen einem irgendetwas verkaufen… Aber irgendwie gewöhnt man sich da schnell wieder dran und ignoriert das dann einfach.

Heute ist mein letzter Tag in Nairobi. Ich fahre gleich los mit dem Matatu zum Bahnhof in Nairobi und nehme von dort einen Zug nach Mombasa, wo ich ebenfalls eine Woche verbringen werde.

Ich melde mich bald wieder!!!

2 Kommentare zu „Karibu Kenya

    1. Hey ihr zwei!!! Was bringt euch den nach Japan?? Hört sich ja auch nicht schlecht an… 🙂
      Freut mich, dass es euch gefällt, ich bin noch 2,3 Tage in Kenia, dann gehts weiter nach Tansania, dann Mosambik und dann Südafrika, wo ich ab Mitte November mein Praktisches Jahr beginne…
      Liebe Grüße

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